DIZH Infrastruktur & Lab Call

Ausgangslage

Das Forschungsprogramm der Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) sieht die Schaffung oder Förderung von Infrastrukturen und Labs vor. Die Begriffe «Infrastruktur» und «Lab» werden dabei bewusst breit gefasst. Der Fokus liegt auf der Einrichtung gemeinsam nutzbarer Infrastrukturen oder struktureller Gefässe zur Generierung von kollaborativen Settings für die Forschung, wobei Bezüge zur digitalen Transformation gegeben sein müssen. Aus der Bündelung bestehender Kompetenzen und Personen sollen Synergien und neue Kooperationsformen ermöglicht werden. Beispiele sind regelmässige, zweckorientierte Zusammenkünfte von Forschenden, zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen oder die Kombination bestehender sowie der Aufbau neuer Infrastrukturen, welche einer interdisziplinären Zusammenarbeit förderlich sind. Reine Personen- oder Projektförderungen fallen hingegen nicht in die Zielsetzung des Calls für DIZH Infrastrukturen und Labs.

Die Ausschreibung von Anträgen für DIZH Infrastrukturen und Labs erfolgt ab 2020 voraussichtlich zwei Mal pro Jahr. Anträge werden in einem kompetitiven Verfahren durch eine Kommission1 vorgenommen, in der Vertreter*innen aller UZH-Fakultäten sowie des Prorektorats Forschung, Abteilung strategische Forschungsplattformen Einsitz haben. Der Zusprache-Entscheid der Kommission ist abschliessend. Nähere Informationen hierzu finden sich unter dem Abschnitt Prozess. Künftige Anpassungen am Prozedere der Ausschreibung sind möglich.

Anträge für DIZH Infrastrukturen und Labs können von DSI Mitgliedern der Universität Zürich (ordentliche DSI-Mitglieder) gestellt werden. Projekte mit Personen aus anderen DIZH-Institutionen (PHZH, ZHAW, ZHdK) sind erwünscht, dies ist aber kein zwingendes Kriterium für eine Zusprache. Pro Jahr stehen für Infrastrukturen und Labs DIZH-Mittel von CHF 240'000 zur Verfügung. Die Antragsteller*innen müssen für die beantragten Mittel eine (mindestens) gleich hohe Mitfinanzierung ausweisen können. Der Finanzierungs-Zeitraum der Anträge durch DIZH-Mittel beträgt in der Regel 1-2 Jahre, wobei Verlängerungen möglich sind; eine langfristige Finanzierung von Infrastrukturen und Labs durch DIZH-Mittel ist aber ausgeschlossen.

Call

Antragsteller*innen: Formell antragsberechtigt sind ordentliche Mitglieder der Digital Society Initiative. Ordentliche Mitglieder der DSI können alle Angehörigen der UZH werden, die sich aktiv mit Fragen der digitalen Gesellschaft befassen.

Struktur der Eingabe: Ein Antrag zur Schaffung einer DIZH-Infrastruktur oder eines DIZH-Labs umfasst maximal 5 Seiten und muss auf folgende Punkte eingehen; ein Word-Template (DOCX, 325 KB) für die Eingabe ist auf der Website der DSI erhältlich:

  • Inhaltliche Ausrichtung: Der Antrag soll Ziel und Zweck der DIZH-Infrastruktur oder des DIZH-Labs aufzeigen. Deren bzw. dessen inhaltliche Ausrichtung soll Bezüge zu den bisherigen bzw. zukünftigen Forschungsprojekten der Antragssteller*innen und zur Roadmap der Digital Society Initiative (DSI) der Universität Zürich ausweisen.
  • Interdisziplinarität: Der Antrag soll aufzeigen, worin genau der interdisziplinäre Charakter der DIZH-Infrastruktur oder des DIZH-Labs besteht. Der Mehrwert für die interdisziplinäre und interfakultäre Zusammenarbeit, der durch die Infrastruktur bzw. das Lab geschaffen wird, muss explizit aufgezeigt werden.
  • Budget und Mitfinanzierung (matching funds): Der von der DIZH beanspruchte Finanzierungsanteil muss durch einen mindestens gleich grossen Anteil mitfinanziert werden. Die Antragsteller*innen weisen diese Mitfinanzierung gemäss Budget im Antrags-Template aus. Die Kommission für DIZH Infrastrukturen und Labs erwartet, dass sich die beantragten Mittel im Spektrum zwischen CHF 40'000 und 100'000 bewegen (ohne allfällige Verlängerungsgesuche), geringere oder höhere Beiträge sind aber nicht ausgeschlossen.
  • Partner*innen: Der Antrag soll deutlich machen, welche Partner*innen (Forschende oder Institutionen) die DIZH-Infrastruktur oder das DIZH-Lab tragen. Der Einbezug von Partner*innen aus DIZH-Hochschulen ist erwünscht, sofern dies inhaltlich Sinn macht, aber für eine Zusprache nicht zwingend. Verantwortliche Antragsteller*innen sind immer UZH-Personen/Institutionen.
  • Zielerreichungs-Kriterien: Der Antrag soll deutlich machen, anhand welcher Kriterien der Erfolg der geplanten DIZH-Infrastruktur oder eines DIZH-Labs gemessen werden soll.
  • Dauer: Anträge sollen aufzeigen, ob eine langfristige Perspektive für die Infrastruktur bzw. das Lab vorgesehen ist oder nicht und, wie diese gesichert werden kann beziehungsweise warum diese nicht vorgesehen ist. Anträge haben eine maximale Laufzeit von 2 Jahren. Eine jährliche Verlängerung bei Erfüllung der festgelegten Ziele ist möglich, erfolgt aber ebenfalls in einem kompetitiven Verfahren.

Nebst dem Antrags-Dokument haben die Antragsteller*innen ihr CV und ihren Forschungsoutput gemäss Vorgaben des SNF beizulegen. Je nach Antrag können auch weitere Begleitdokumente (z.B. Zusagen zur Nutzung bestimmter Infrastrukturen) beigelegt werden.

Prozess

Eingaben für eine DIZH-Infrastruktur oder ein DIZH-Lab werden 2021 wie folgt bearbeitet:

  1. Per 1. April sowie 1. Oktober erfolgen Anträge per E-Mail (dizh-labs@dsi.uzh.ch) zuhanden der Kommission für DIZH-Infrastrukturen/Labs. Diese werden durch die DSI-Geschäftsstelle einer formellen Prüfung unterzogen und es erfolgen gegebenenfalls Rückfragen an die Antragsteller*innen. 
  2. Per 1. Juni sowie 1. Dezember erfolgen die Zusprachen von Seiten der Kommission für DIZH-Infrastrukturen/Labs. Die Kommission entscheidet abschliessend über die Zusprache. Im Fall des Vorliegens hervorragender Anträge, die aufgrund des jährlichen Budgets nicht finanzierbar sind, können die Antragsteller*innen Ihren Antrag in die nächste Ausschreibungsrunde transferieren; die Anträge werden dann erneut bewertet.
  3. Bewilligte Projekte müssen spätestens bis sechs Monate nach Bewilligung gestartet worden sein.

Für die folgenden Jahre wird ein neuer Call Text publiziert.