Neues Projekt: Gesellschaftliche Akzeptanz von Drohnen in der urbanen Schweiz

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es um die gesellschaftliche Akzeptanz von Drohnen in der urbanen Schweiz steht? Die DSI lanciert ein neues Forschungsprojekt zum Thema "Societal Acceptance of Drones in Urban Switzerland (SADUS)" unter der Leitung der DSI Forschende Dr. Ning Wang und in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung. Das Projekt wird durch das UZH Strategic Partnership Program, die UZH Digital Society Initiative und den UZH Alumni Fund finanziert.

Der Einsatz von hochwirksamen Technologien, wie z.B. Drohnen, berührt eine Reihe von ethischen und gesellschaftlichen Fragen, weshalb es von grösster Bedeutung ist, eine Wissensbasis zu diesem Thema zu schaffen. Derzeit mangelt es jedoch an empirischen Erkenntnissen über die vorherrschenden Wahrnehmungen und Einstellungen gegenüber dem Einsatz von Drohnen in Städten, sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Diese erkenntnistheoretische Lücke deutet auf ein mangelndes Bewusstsein für die normativen Implikationen hin, bei denen Fragen des Zugangs und der Gerechtigkeit, des Vorteilsausgleichs, des Schadens und des Risikos, der Zustimmung, der Zuweisung öffentlicher Ressourcen, des Verlusts von Arbeitsplätzen usw. übersehen werden könnten. Darüber hinaus haben diese Fragen direkt oder indirekt tiefgreifende gesellschaftliche Auswirkungen auf die Gestaltung der öffentlichen Politik und das Wohlbefinden des Einzelnen. Die zunehmende Nachfrage und das große Potenzial von Drohnen im städtischen Umfeld erfordern daher ein differenziertes Verständnis der technischen Aspekte der Technologie, der damit verbundenen ethischen Risiken, der rechtlichen Rahmenbedingungen und letztlich der gesellschaftlichen Akzeptanz ihres Einsatzes in grossem Massstab. In diesem Projekt wollen die DSI Forschenden die Wissenschaft mit der Gesellschaft und der Politik verbinden, um eine widerstandsfähigere Welt zu schaffen, indem sie mit Fachleuten aus involvierten Bereichen sowie mit Interessengruppen aus Industrie und Regierung zusammenarbeiten. Die Pilotstudie wird von Dr. Ning Wang, Forschende der UZH Digital Society Initiative, in Zusammenarbeit mit Prof. Karl Blanchet, Direktor des Genfer Zentrums für humanitäre Studien an der Universität Genf (UNIGE), während 15 Monaten geleitet. Neben dem Kernforschungsteam wurden auch Partnerschaften mit wichtigen Interessengruppen aufgebaut, darunter akademische Einrichtungen, Mitglieder der Industrie, der öffentlichen Verwaltung, Regulierungsbehörden, Interessengruppen und Think-Tanks.

Weitere Informationen: https://ethics.dsi.uzh.ch/project/sadus/