Brown Bag Lunch "Forschung in Zeiten von Corona - Herausforderungen und kreative Lösungen"

Die Covid-19-Pandemie hatte einen grossen Einfluss auf die empirische Forschung an der UZH. Während der Lockdown-Phase und aufgrund der Einschränkungen durch die Behörden mussten viele Forscher ihr Forschungsdesign überdenken, oder der Forschungsprozess musste pausiert bzw. gestoppt werden. Besonders betroffen war die Forschung mit Feldforschung und physischem Kontakt mit (gefährdeten) Studienteilnehmern.

Der DSI Brown Bag Lunch am 8. Juli beschäftigte sich mit diesem Thema.

Markus Christen, Co-Geschäftsführer der DSI, stellte die Ergebnisse des DSI Data Survey vor. Insbesondere das Thema Probandenrekrutierung war eine der Kernherausforderungen für die UZH Forschenden. Ebenso ergab sich, dass qualitativ und quantitativ Forschende mit sehr unterschiedlichen Problemen konfrontiert sind.

Im Anschluss berichteten die UZH-Forschenden Jamie Gloor, Kenan Hochuli, Alexandra Zoller und Johanna Jud über ihre positiven und negativen Erfahrungen im Umgang mit den Restriktionen durch COVID-19. Insbesondere interessant waren ihre kreativen Lösungen, mit denen sie die Herausforderungen im teilweise stark veränderten Forschungsumfeld begegneten.

In der abschliessenden Plenumsdiskussion wurde zusammen erarbeitet, welche Schlussfolgerungen für die Forschenden wie auch für Massnahmen der UZH zu ziehen seien.

Alle waren sich einig, dass die Restriktionen durch COVID-19 zwar Probleme mit sich brachten, aber gleichzeitig viele interessante Forschungsaspekte und neue Perspektiven eröffnete. Zudem habe ein regelrechter Quantensprung in Bezug auf die Digitalisierung stattgefunden. 

Der Brown Bag Lunch wurde begrüsst, weil er den Austausch zum Thema ermöglichte. Ebenfalls wurde befürwortet, das gegenseitige Verständnis zwischen qualitativ und quantitativ Forschenden zu fördern, wie auch das Verständnis zu den jeweiligen spezifischen Herausforderungen qualitativer und quantitativer Forschung in Bezug auf COVID-19.

Abschliessend wurde genannt, dass die UZH den Zugang zu spezifischen Ressourcen erleichtern sollte; unter anderem die Möglichkeit, eine spezifische Zielgruppe für Umfragen leichter zu erreichen.

Nach Abschluss des offiziellen Teils kam eine rege Diskussion zwischen den Teilnehmenden zustande und es wurden konkrete Kontakte für Kollaborationen geknüpft.