DSI Brown Bag Lunches Herbst 2020

Wir freuen uns im Herbstsemester 2020 wieder eine spannende Brown Bag Lunch Event Reihe zu veranstalten.

Die Brown Bag Lunches ermöglichen es den Mitgliedern des DSI-Netzwerks, den UZH-Angehörigen und allen Interessierten sich regelmässig zu treffen und ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren sowie Feedback von einem interdisziplinären Publikum zu erhalten.
 

Die BBLs finden dieses Semester zu den folgenden Daten statt: 

Dienstag 20.10, 10.11, 17.11, 01.12, 15.12 2020

Alle interessierten UZH Angehörigen und die Öffentlichkeit sind wie immer herzlich zu den Brown Bag Lunches eingeladen. Zur besseren Organisation freuen wir uns wie immer über eine Anmeldung via Email. Für die angemeldeten Teilnehmer stellen wir feine Sandwiches zur Verfügung.

 

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

 

Dienstag 20. Oktober 2020, 12:15-13:15

Raum SOC-E-010 (Rämistrasse 69, 8001 Zürich)

How do we get there? Adaptive and effective design of mobile navigation assistance devices (Vortrag auf Englisch)

Dr. Ian T. Ruginski, Bingjie Cheng, Armand Kappaj, Geographisches Institut, Universität Zürich

Abstract (Übersetzt aus dem Englischen):

Millionen von internationalen Bürgern treffen Entscheidungen und navigieren mit Hilfe von Mobiltelefonen, da GPS-fähige Smartphone-Geräte zunehmend der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Mit dieser zunehmenden Nutzung geht die Sorge einher, dass wir räumliche Fähigkeiten verlieren, die für die Orientierung und die Lösung von Raumproblemen unerlässlich sind. In diesem Vortrag werden mögliche Wege erörtert, wie wir die Nutzung unseres Gehirns und unserer Technologie bei der Navigation durch die Welt in Einklang bringen können. Wie sollten wir mobile Kartensysteme entwerfen, die uns effektiv und effizient an unser Ziel bringen und gleichzeitig unsere kognitiven Fähigkeiten bewahren? Insbesondere werden wir die Auswirkungen des Display-Designs auf die Navigation erörtern und wie wir mobile Navigationshilfsgeräte an einzelne Benutzer und Kontexte anpassen sollten.

 

Dienstag 10. November 2020, 12:15-13:15

Raum SOC-E-010 (Rämistrasse 69, 8001 Zürich)

Aktive Gestaltung (Crafting) von Berufs- und Privatleben in Zeiten der Digitalisierung

Prof. Dr. Georg Bauer und Dr. Gregor Jenny, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention, Universität Zürich

Abstract:

Digitalisierung ermöglicht eine zunehmende Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort – oft verbunden mit Homeoffice. Diese Flexibilisierung ermöglicht und erfordert eine aktive Gestaltung (Crafting) von Berufs- und Privatleben und der Balance zwischen beiden Bereichen. Wir stellen aktuelle Forschung zum Ausmass und Mustern der aktiven Gestaltung in diesen Bereichen vor und wie sich dieses auf die Gesundheit der Erwerbstätigen auswirken. Ebenso zeigen wir, in wie weit das Ausmass an Anforderungen und Ressourcen im Berufs- und Privatleben diese Zusammenhänge beeinflussen. Schliesslich geben wir einen Überblick, wie sich das für viele erzwungene Homeoffice im Rahmen der Corona-Krise auf die Arbeits- und Gesundheitssituation der Erwerbstätigen ausgewirkt hat.

 

Dienstag 17. November 2020, 12:15-13:15

Raum SOC-E-010 (Rämistrasse 69, 8001 Zürich)

Kontinuierliche Beobachtung von Tätigkeits- und Qualifikationsprofilen in der digitalen Wirtschaft: Wandel des Qualifikationsbedarfs und die Folgen für Erwerbstätige

Prof. Dr. Marlis Buchmann, Soziologisches Institut, Universität Zürich

Diese interdisziplinäre Studie untersucht mittels eines kontinuierlichen Monitoring, wie sich Tätig­keits- und Qualifikationsprofile von Arbeitsstellen im Zuge der Digitalisierung verändern und welche Konsequenzen daraus für Arbeitslosigkeitsrisiken, Löhne und Mobilitätschancen von Erwerbstätigen entstehen. Von besonderem Interesse ist, ob IT-Kenntnisse und IT-komplementäre Kenntnisse in zu­nehmenden Masse verlangt werden, ob sich berufliche Tätigkeits- und Qualifikationsprofile zuneh­mend spezialisieren oder diversifizieren und ob Qualifikationsprofile zwischen Berufen eher konver­gieren oder divergieren. Ergebnisse über die Auswirkungen dieser Trends auf Erwerbstä­tige sollen aufzeigen, wie die Chancen und Risiken der Digitalisierung im Arbeitsmarkt und in Beru­fen verteilt sind. Das Projekt wird im Rahmen des NFP77 Digitale Transformation gefördert. Der Vor­trag kon­zentriert sich auf die theoretischen Hintergründe, die methodische Vorgehensweise und die prakti­sche Bedeutung des Projekts.

 

Dienstag 01. Dezember 2020, 12:15-13:15

Raum SOC-E-010 (Rämistrasse 69, 8001 Zürich)

Possibilities of digital technology and platforms for researchers in the digital humanities and social sciences (Vortrag auf Englisch)

Prof. Dr. Christian Hauser (FHGR / UZH), Prof. Dr. Carlota de Benito Moreno (UZH), Dayron Carrillo Morell (UZH)

Abstract (Übersetzt aus dem Englischen):

Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen drei Mitglieder des Lateinamerika-Zentrums der UZH ihre aktuellen Projekte vor, die alle eng mit den Möglichkeiten verbunden sind, die digitale Technologien und Plattformen für Forschende in den Geistes- und Sozialwissenschaften bieten. Es wird ein interdisziplinäres Panel sein, in dem so unterschiedliche Bereiche wie Wirtschaft, Linguistik und Fotografie miteinander in Dialog treten, um die Einsatzmöglichkeiten von Technologie in ihren Disziplinen aufzuzeigen.

In seinem Vortrag wird Christian Hauser die Ergebnisse seiner jüngsten Feldforschung in Lateinamerika zu verantwortungsbewussten Geschäftspraktiken in der Region vorstellen. Er wird die Rolle von Multimedia bei der Präsentation seiner Ergebnisse erörtern und erläutern, wie die Ergebnisse seiner Studie in Form von Text, Foto, Audio, Video sowie grafischen Objekten dargestellt wurden. Dies wirft die Frage auf, wie wissenschaftliche Publikationen im Zeitalter der Digitalisierung aussehen könnten.

Carlota de Benito wird die beiden Hauptebenen diskutieren, auf denen die digitale Technologie die Linguistik verändert hat. Die erste betrifft die Forschungsmethoden, bei denen die Digitalisierung der Quellen einen vereinfachten und breiteren Zugang zu ihnen ermöglicht. Darüber hinaus ermöglicht die Ausgereiftheit der Analysemethoden komplexere quantitative Analysen. Die zweite Ebene hat mit dem Untersuchungsgegenstand der Linguistik selbst zu tun, da die Digitalisierung neue Kommunikationskanäle eröffnet hat, die untersucht werden können und die größere Datenmengen bieten, als man sich noch vor kurzem vorstellen konnte.

Dayron Carrillo wird eine im Aufbau befindliche digitale Plattform präsentieren, die Archivdokumentation, biographische Zeugnisse, audiovisuelles Material und kritische Essays über die theoretisch-methodischen Beiträge des Fotografen Armando Salas Portugal zur ästhetischen Moderne Mexikos zusammenführt. Das Projekt richtet sich an Studenten, Lehrer und Forscher, die sich für das Studium der mexikanischen Moderne des 20. Jahrhunderts aus einer transversalen und multimedialen Perspektive interessieren, mit Ansätzen, die disziplinäre Bereiche wie Literatur, Geschichte und Kunstgeschichte, Philosophie und Anthropologie berücksichtigen.

 

Dienstag 15. Dezember 2020, 12:15-13:15

Raum SOC-E-010 (Rämistrasse 69, 8001 Zürich)

Digitale Transformation der Sekundarstufe II (DigiTraS): Hintergründe und Perspektiven einer repräsentativen Bestandsaufnahme im Rahmen des NFP77 (Vortrag auf Deutsch)

Prof. Dr. Dominik Petko, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Zürich

Abstract:

Seit den letzten Erhebungen zum Stand der Integration digitaler Medien in Schweizer Schulen in den  Jahren 2001 und 2007 fehlen repräsentative Daten zu den diesbezüglichen Bemühungen in Schulen der Sekundarstufe II. Das Projekt plant deshalb eine aktualisierte Bestandsaufnahme mit Befragungen von Schulleitungen, Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern. Die Erhebungen sollen alle Landesteile und alle Schulformen umfassen (Gymnasien, Berufsfachschulen, Berufsmaturitätsschulen und Fachmaturitätsschulen bzw. entsprechende Ausbildungsgänge). Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Schulentwicklungs-aktivitäten und Unterrichtspraktiken. Neben Fragebogenuntersuchungen sollen auch 20 Fallstudien aus besonders fortgeschrittenen Schulen das Bild komplettieren. Das Projekt wird geleitet durch Prof. Dominik Petko (UZH), in Kooperation mit Prof. Philipp Gonon (UZH) und Prof. Albert Cattaneo (EHB Lugano) und wird gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 77. Es startet im Mai 2020. Beim Brown Bag Lunch werden theoretische Hintergründe und methodische Ansätze des Projektes skizziert.