Unterstützte Anträge

Laufende Projekte:

Digital Democracy Center

Antragsteller: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi

Der Einfluss der Digitalisierung auf die Demokratie ist gross. Digitalisierung kann nicht nur die bestehenden demokratischen Prozesse vereinfachen, zum Beispiel durch E-Voting, sie schafft auch neue Formen der Beteiligung am politischen Leben. Digitalisierung führt jedoch nicht automatisch zu einer besseren Demokratie. Die Flut von Informationen und die intransparente Verbreitung vieler Nachrichten bis hin zu falschen oder verzerrten Meldungen stellen immer höhere Anforderungen an die Bürgerinnen und Bürger, die sich umfassend und verlässlich informieren wollen. Deshalb verfolgt die UZH das Ziel einer Schaffung eines Digital Democracy Center (DDC), das sich zweier zentraler Themen annimmt:

1. die Begleitung der digitalen Erneuerung der Schweizer Demokratie mit einem digitalen Politbarometer;

2. die Schaffung eines Kompetenzzentrums, das die Erforschung der digitalen Demokratie

Die DSI unterstützt dieses Vorhaben während eines Jahres mittels der Förderung einer Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Visuelle Analyse von audiovisuellen Daten

Antragsteller: Prof. Dr. Barbara Flückiger, Prof. Dr. Renato Pajarola

Die im Rahmen des Projekts „FilmColors“ entwickelte visuelle Video­-Annotations­-Software VIAN soll zu einem umfassenden Crowd-Sourcing-Client ausgebaut werden, mit einem Offline-Tool für die Video-Analyse und einem Webportal für die Publikation und Aufbereitung der Resultate. Dieses Portal und die Analyseverfahren sollen ab 2019 global zugänglich gemacht werden. Zielpublika sind Dozenten, Studierende und Forscher aus Film- und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte und anderer Fachrichtungen, welche sich mit Bewegtbildern beschäftigen und ein avanciertes Analyse-Paket inklusive Video­Annotations­Applikation benötigen sowie interessierte Laien. 

Die DSI unterstützt die Entwicklung dieses Crowd-Sourcing-Portals während 12 Monaten.

Konferenz "Sports, Data, and Journalism"

Antragsteller: Anil Özdemir

Das Center for Research in Sports Administration (CRSA) veranstaltet am Donnerstag, 25. Oktober 2018, eine Konferenz zum Thema "Sport, Daten und Journalismus". Die Konferenz bietet eine Plattform für Experten aus Forschung, Medien und Industrie, um die Auswirkungen der Digitalisierung zu diskutieren, indem sie sich auf die Datenwissenschaft im Sport konzentriert und damit ihre Rolle in der Sportforschung entmystifiziert. Mehr...

Die DSI unterstützt diese Konferenz gemeinsam mit anderen Partnern finanziell. 

Konsortium für H2020 Projektantrag CHAnGE (Crowd Health Alignment and Greater Engagement)

Antragsteller: Dr. med. vet. Simon Rüegg

Während eines 4-tägigen Workshops im August 2018 bereitet das gegründete Konsortium einen Antrag für eine bevorstehende Horizont-2020-Ausschreibung vor. Das vorzubereitende Projekt trägt den Titel "Crowd Health Alignment and Greater Engagement" (CHAnGE). CHAnGE ist als Governance-Instrument gedacht, das auf einem One Health (OH)-Ansatz basiert, d.h. Entscheidungen über die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystem sektor- und disziplinübergreifend mit Hilfe von Systemtheorie und partizipativen Prozessen zu integrieren. Wir schlagen CHAnGE als ein Smartphone-fähiges Werkzeug vor, um Wertsysteme zu entwickeln, die mit den verschiedenen Aspekten von OH verbunden sind und sich auf die persönliche Konstruktpsychologie stützen. Die App visualisiert die Werte auf verschiedenen Skalen und verknüpft sie mit Daten, die von Wearables, medizinischen Fachkräften sowie öffentlichen und betrieblichen Datenströmen zur Verfügung gestellt werden.

Gemeinsam mit der Vetsuisse unterstützt die DSI dieses Vorhaben.

Online Veröffentlichung des Zurich Tangram Corpus

Antragsteller: Prof. Dr. Elisabeth Stark, PD Dr. Wolfgang Kesselheim

Das Zurich Tangram Corpus besteht aus über 30 Stunden Audio- und Videoaufnahmen von Face-to-Face-Interaktion (in Schweizer Standarddeutsch) im Rahmen eines psycholinguistischen Experiments (in Anlehnung an das klassische Experiment von Clark & Wilkes-Gibbs 1986). Das Korpus erlaubt die Erforschung von Prozessen der verbalen und non-verbalen Akkommodation, sowohl innerhalb von einzelnen Gesprächen als auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Dadurch eröffnet sich eine grosse Spannbreite von Untersuchungsmöglichkeiten, die von phonetischen Fragestellungen zur lautlichen Akkommodation bis zu Akkommodationserscheinungen in Gestik, Mimik und Blicken reichen. Ziel des Projekts ist die Veröffentlichung der transkribierten Audio- und Video-Daten in einem Format (Webinterface), das sowohl Abfragen als auch eine live-Editierung ermöglicht.Ergebnis dieses Lighthouse-Projekts ist nicht nur ein breit nutzbares, öffentlich zugängliches audiovisuelles Korpus, sondern auch eine best practice-Dokumentation, in dem Konzepte für den Aufbau einer zentralen linguistischen Forschungsinfrastruktur an der Universität Zürich konkretisiert werden.

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit dem Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik (ZüKL) und dem UFSP Sprache und Raum (UFSP SpuR).

Fortschritte in der Messung von dynamischen psychologischen Prozessen im Alltag

Antragssteller: Prof. Dr. Mathias Allemand und nationale/international Kooperationspartner

Wir sind eine interdisziplinäre und internationale Forschungsgruppe von Informatikern und Psychologen, die sich für die Messung von psychologischen Prozessen im Alltag mit Hilfe von digitalen Technologien interessiert. Neueste technologische Fortschritte (z.B. mobile Technologien, tragbare Sensortechnologie) im Bereich der Informatik und die zunehmende Popularität tragbarer technologischer Geräte im täglichen Leben (z.B. Smartphones, Smartwatches) schaffen neue und interessante Möglichkeiten für die Messung von verschiedenen psychologischen Prozessen und der Auswirkungen im täglichen Leben (z.B. gesundheitsbezogene Auswirkungen, affektives und soziales Erleben, Wohlbefinden und Zufriedenheit, Persönlichkeitsmanifestationen/-expression). Ziel dieser Forschungsinitiative ist es, die Erfassung dynamischer psychologischer Prozesse im Alltag mit digitalen Technologien voranzutreiben. Zu diesem Zweck werden wir bei Forschungstreffen und an einem Workshop, Forschende aus verschiedene Disziplinen zusammenbringen, um innovative technologiebasierte Modelle und „Werkzeuge“ zur Erfassung von dynamischen psychologischen Prozessen, künftige Ziele und kooperative Forschungsinitiativen zu diskutieren.  

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit anderen Partnern finanziell. 

Workshop "Digital Health and Shared Decision-Making"

Antragstellerin: Dr. Corine Mouton Dorey

Die digitale Gesundheit (z.B. datenbasierte Medizin, mobile Technologien, große Datenmengen und künstliche Intelligenz) verändert nicht nur die Organisation des Gesundheitssystems, sondern auch das Engagement der Patienten in der eigenen Versorgung. Es ist nicht leicht vorauszusehen, welche Initiativen sich langfristig für Patienten und Gesellschaft als nützlich erweisen werden. Um sicherzustellen, dass die Entwicklung der digitalen Gesundheit die Beteiligung der Patienten an medizinischen Entscheidungen fördert, ist es notwendig, zu reflektieren welche Art von Gesundheit und Gesellschaft durch die digitale Gesundheit vorgeschlagen wird und wie ihre Governance, ihre ethischen Regeln und die Rolle und Verantwortung jedes Einzelnen sein können. Dieser Workshop über digitale Gesundheit und gemeinsame Entscheidungsfindung wird das Thema im aktuellen Kontext und für die Zukunft untersuchen.

Die DSI unterstützt diesen Workshop gemeinsam mit dem Graduate Campus.

Verantwortungsvolle humanitäre Innovation: Chancen und Herausforderungen für die Integration ethischer Werte in den humanitären Einsatz von Drohnen

Antragstellerin: Prof. Dr. Nikola Biller-Andorno

In dem Versuch, über die Digitalisierung einer sich rasch verändernden gesellschaftlichen Realität nachzudenken, wollen wir ein Forschungsthema zur Rolle der Digitalisierung in der humanitären Aktion entwickeln. Humanitäre Organisationen setzen zunehmend innovative Technologien ein, um auf die Bedürfnisse von Gemeinschaften zu reagieren, die von Kriegen, Katastrophen oder Notfällen im öffentlichen Gesundheitswesen betroffen sind. Technologische Innovation überschneidet sich jedoch mit moralischen Werten, Normen und Verpflichtungen und kann humanitäre Imperative herausfordern. Daher ist eine Analyse ethischer Fragen im Zusammenhang mit humanitären Innovationen dringend erforderlich, um zu verstehen, was auf dem Spiel steht und wie man am besten vorankommt.

Anhand von Drohnen als Beispiel für humanitäre Innovationen wollen wir drei Fragen beantworten: Erstens, was ist über das Zusammenspiel von technologischer Innovation und ethischen Werten, Normen und Verpflichtungen beim humanitären Einsatz von Drohnen bekannt? Zweitens, wie sollten die gemeinsamen oder unterschiedlichen Werte der humanitären Akteure interpretiert und bei der Entwicklung und dem Einsatz von Drohnen berücksichtigt werden? Drittens: Welche Politik und Beratungsinstrumente können die Integration ethischer Werte in humanitäre Innovationen am besten steuern? 

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit dem Graduate Campus und dem IBME.

APARIUZ-Schriftenreihe Band XX – «Digitalisierung und Recht»

Antragstellerinnen: Dr. iur. Alexandra Dal Molin, Dr. iur. Anne Schneuwly, MLaw Jasna Stojanovic

Seit der im Jahr 1999 erfolgten Begründung der Schriftenreihe APARIUZ (Analysen und Perspektiven von Assistierenden des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich) legt der rechtswissenschaftliche Nachwuchs der Universität Zürich jedes Jahr einen Sammelband mit Beiträgen zu grundlegenden juristischen Fragestellungen vor. Diese Tradition wird auch im kommenden Jahr weitergeführt und im Frühsommer 2019 wird der 20. (Jubiläums-) Band der Reihe mit dem Titel “Digitalisierung und Recht”im DIKE-Verlag erscheinen.

Unter diesem hochaktuellen Leitthema soll das Zusammenspiel zwischen der rasant fortschreitenden Digitalisierung und unserem Rechtssystem untersucht werden: Kann unser Rechtssystem mit der Digitalisierung Schritthalten oder drängen sich Anpassungen auf? Welche Verantwortung trägt dabei der Staat? Wie verändert die Digitalisierung unser Recht? Welchen Einfluss hat das Recht auf den digitalen Fortschritt? Macht Digitalisierung unser Rechtssystem überflüssig? Mögliche Antworten auf diese Fragen sollen in den einzelnen Beiträgen der Autorinnen und Autoren gesucht und gefunden werden. Dabei arbeiten die Autorinnen und Autoren auch interdisziplinär mit Assistierenden und Doktorierenden der ETH zusammen, um innovative Ideen an der Schnittstelle von Rechtswissenschaft und Technik voranzutreiben.

Die APARIUZ-Schriftenreihe bietet dem rechtswissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Zürich eine erste Gelegenheit, selbständig einen wissenschaftlichen Beitrag in einem Sammelband zu publizieren. Während der Buchvernissage – die nach Drucklegung des Sammelbandes stattfinden wird – erhalten die Autorinnen und Autoren zudem die Möglichkeit, wertvolle Kontakte mit Professorinnen und Professoren, den Sponsorinnen und Sponsoren des Projekts sowie Praktikerinnen und Praktikern zu knüpfen. Zielgruppen des Sammelbandes sind Akademikerinnen und Akademiker, Praktikerinnen und Praktiker, Verwaltungsmitarbeitende sowie Studierende im Bereich der Rechtswissenschaften. 

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit weiteren Sponsoren.

Abgeschlossene Projekte:

Workshop "Philosophische Fragen zur KI-Governance und zum Recht"

Antragsteller: Prof. Dr. Christoph Graber

Ziel des Workshops vom 15./16. Februar 2018 war es, innovative Wege der interdisziplinären Forschung zu erforschen, um das Verständnis der normativen Implikationen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. 
Der Workshop gliederte sich in zwei Fallstudien. Die Fallstudien zeigten verschiedene Aspekte und Bedenken auf, die in der öffentlichen Diskussion über KI aufgeworfen wurden, wie Diskriminierung, Datenerhebung, Überwachung und das kommerzielle Potenzial der Technologie. Durch die Analyse von zwei Fällen gelang es den Forschern mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund, eine gemeinsame Basis zu finden und erfolgreich die Grundlage für zukünftige Diskussionen in der Forschung zu legen sowie Governance-Fragen zu identifizieren. UZH News und Mehr...

Der Workshop wurde vom Lehrstuhl für Rechtssoziologie mit besonderer Berücksichtigung des Medienrechts (Prof. Christoph B. Graber) an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UZH in Kooperation mit dem Berkman Klein Center for Internet and Society der Harvard University organisiert. Der Workshop wurde von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der DSI finanziell unterstützt.

Brainhack Zürich 2018

Antragsteller: Dr. Franziskus Liem

Ziel des Brainhack war es, die neurowissenschaftliche Gemeinschaft zu vernetzen und einen Einstieg in Open Science Ideen und Tools zu geben um neurowissenschaftliche Studien in Zukunft reproduzierbarer zu gestalten. Neben dem organisierten Programm, das aus einer Mischung aus Tutorials zu Tools wie Git, GitHub, Docker, Analyse von DWI Daten und Vorträgen zu Themen wie transparenter und reliabler Wissenschaft, neuronalen Netzwerken und mobiler Datenerfassung bestand, wurde ein wichtiger Teil des Workshops  von den TeilnehmerInnen selbst organisiert. In spontan entstandenen Gruppen wurden Themen wie beispielsweise Datenorganisation oder Analyse von längsschnittlichen Daten diskutiert. Dieses Format erlaubte einen regen Austausch zwischen TeilnehmerInnen mit unterschiedlichem Hintergrund und Expertise und trug zu einer offen und inspirierenden Atmosphäre bei. Mehr...

Gemeinsam mit dem UFSP "Dynamik Gesunden Alterns" unterstützte die DSI diesen Hackathon.

Workshop "Cybersecurity, Industry and Ethics"

Antragstellerin: MLaw Salome Stevens

Dank einer Ko-Finanzierung der DSI konnte die Antragstellerin am Workshop „Cybersecurity, Industry and Ethics“ in Helsinki teilnehmen. Die Teilnahme diente der Recherche für einen Buchbeitrag mit dem Titel „Ethical Cyber-Defence for Companies“, der u.a. von den DSI Fellows PD Dr. Markus Christen und Dr. Michele Loi herausgegeben wird. Der Workshop war für das Buchprojekt der Antragstellerin in verschiedener Weise hilfreich. Die Vorträge der Referenten verliehen einen guten Überblick der ethischen Problemstellungen mit denen sich Cybersecurity-Akteure derzeit konfrontiert sehen. Insbesondere wurden auch Fragestellungen in Bezug auf  Ethical Cyber-Defence for Companiesdiskutiert, die konkrete Anhaltspunkte für die Recherchen zum Buchkapitel liefern. Zudem konnte die Antragstellerin mit der Workshop-Teilnahme ihr Verständnis für die technischen Aspekte von Cyberangriffen erweitern.  Nicht zuletzt ermöglichte die Teilnahme am Workshop, Kontakte mit Cybersecurity Akteuren und Fachkundigen aus der Forschung aufzubauen, auf die sie sich im Verlauf der Recherchen beziehen kann.   

Gemeinsam mit dem Projekt CANVAS unterstützte die DSI das Vorhaben.