Felix Gille

Felix Gille, Dr.

Anschrift: Rämistrasse 69, 8001 Zürich

felix.gille@dsi.uzh.ch

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Mein Forschungsgebiet:

Mein Forschungsfeld ist Gesundheitspolitik, Regierungsführung und Vertrauen der Öffentlichkeit in Datennutzung in Gesundheitssystemen.

In den nächsten Jahren leite ich das vom DSI geförderte Forschungsprojekt "Data handling, security and protection: reaching conceptual equivalence for the concept of public trust in national electronic health records in Switzerland and neighbouring countries". Öffentliches Vertrauen in den Umgang, die Sicherheit und den Schutz von Daten ist grundlegend für den Erfolg datengesteuerter Aktivitäten im Gesundheitswesen, wie z.B. die Einführung nationaler elektronischer Gesundheitsakten (EPA). Leider gibt es wenig konzeptionelle Klarheit darüber, was öffentliches Vertrauen in EPAs innerhalb der jeweiligen Gesundheitssysteme ist. Eine der Hauptmotivationen sich um das öffentliche Vertrauen zu kümmern ist, dass, wenn es kein öffentliches Vertrauen in die Akteure des Gesundheitssystems und ihre Aktivitäten gibt, diesen Akteuren die öffentliche Legitimation zum Handeln fehlt und die Öffentlichkeit nicht an den Aktivitäten des Gesundheitssystems teilnimmt. In Anbetracht nationaler politischer Interessen, der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung und des internationalen Gesundheitsdatentransfers im weiteren Sinne ist ein präzises konzeptionelles Verständnis von öffentlichem Vertrauen notwendig, um die Bemühungen zur Implementierung von EPAs zu unterstützen. Das Ziel des Projekts ist es, das Konzept des öffentlichen Vertrauens in EPAs mit der gleichen Bedeutung für die Schweiz und ihre Nachbarländer zu entwickeln. Die Forschungsergebnisse werden Gesundheitsverwaltung und Gesundheitspolitik informieren, um das öffentliche Vertrauen in EPAs und die Nutzung von Gesundheitsdaten im Allgemeinen zu erhöhen. Für das Projekt arbeite ich mit Prof. von Wyl (IfIS/DSI, UZH) und Prof. Thouvenin (Rechtswissenschaftliche Fakultät, UZH) zusammen. Das Projekt überbrückt die Disziplinen Gesundheitssystem- und Policyforschung, digitale Gesundheit, Datenrecht und Datensicherheit.

Mein akademischer Werdegang:

Ich habe European Public Health (BSc) an der Universität Maastricht (Niederlande) und Health Economics, Policy and Management (MMedSc) am Karolinska Institut in Stockholm (Schweden) studiert. An der London School of Hygiene and Tropical Medicine (Großbritannien) habe ich meine Doktorarbeit über öffentliches Vertrauen in Gesundheitssysteme geschrieben. Während dieser Zeit arbeitete ich bei der Health Foundation, London, als Praktikant, um an einer Überprüfung von Qualitätsindikatoren für Hausärzte mitzuwirken.

Bevor ich bei der Digital Society Initiative, UZH, anfing, arbeitet ich am Health Ethics and Policy Lab, ETH Zürich. Ausserdem war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am THIS Institute, University of Cambridge (UK). Ich bin ein Fellow der Swiss School of Public Health und ein Associate Editor für Public Health Reviews.

Wer bin ich ausserhalb der Universität?

Außerhalb meiner Arbeit am DSI bin ich ehrenamtlich für das Open Mind Institute (OMI) tätig. Das OMI ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in Bern. Am Open Mind Institute leite ich das Citizen Science Projekt: Meteo Alpen. Die beiden Ziele dieses Projekts sind die Validierung der Leistungsfähigkeit von Wettervorhersagen in alpinen Gebieten mit einer geringen Dichte an Wetterstationen und die Bewertung der Verwendbarkeit von Bürgern gemessenen Wetterdaten für Wettervorhersagen und Klimamodellierung. Außerdem arbeite ich mit Kollegen an dem Verständnis der Öffentlichkeit und der Wissenschaftler für die Rolle der Ethik in der Bürgerwissenschaft.