Fragezeichen auf Wandtafel

Unterstützte Projekte

Die DSI unterstützt mit ihren strategischen Mitteln Projekte von DSI Netzwerk-Mitgliedern, die den Zielen der DSI entsprechen.

Laufende Projekte:

Digital Democracy Center

Antragsteller: Prof. Dr. Fabrizio Gilardi

Der Einfluss der Digitalisierung auf die Demokratie ist gross. Digitalisierung kann nicht nur die bestehenden demokratischen Prozesse vereinfachen, zum Beispiel durch E-Voting, sie schafft auch neue Formen der Beteiligung am politischen Leben. Digitalisierung führt jedoch nicht automatisch zu einer besseren Demokratie. Die Flut von Informationen und die intransparente Verbreitung vieler Nachrichten bis hin zu falschen oder verzerrten Meldungen stellen immer höhere Anforderungen an die Bürgerinnen und Bürger, die sich umfassend und verlässlich informieren wollen. Deshalb verfolgt die UZH das Ziel einer Schaffung eines Digital Democracy Center (DDC), das sich zweier zentraler Themen annimmt:

1. die Begleitung der digitalen Erneuerung der Schweizer Demokratie mit einem digitalen Politbarometer;

2. die Schaffung eines Kompetenzzentrums, das die Erforschung der digitalen Demokratie

Die DSI unterstützt dieses Vorhaben während eines Jahres mittels der Förderung einer Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

Visuelle Analyse von audiovisuellen Daten

Antragsteller: Prof. Dr. Barbara Flückiger, Prof. Dr. Renato Pajarola

Die im Rahmen des Projekts „FilmColors“ entwickelte visuelle Video­-Annotations­-Software VIAN soll zu einem umfassenden Crowd-Sourcing-Client ausgebaut werden, mit einem Offline-Tool für die Video-Analyse und einem Webportal für die Publikation und Aufbereitung der Resultate. Dieses Portal und die Analyseverfahren sollen ab 2019 global zugänglich gemacht werden. Zielpublika sind Dozenten, Studierende und Forscher aus Film- und Medienwissenschaft, Kunstgeschichte und anderer Fachrichtungen, welche sich mit Bewegtbildern beschäftigen und ein avanciertes Analyse-Paket inklusive Video­Annotations­Applikation benötigen sowie interessierte Laien. 

Die DSI unterstützt die Entwicklung dieses Crowd-Sourcing-Portals während 12 Monaten.

Konferenz "Sports, Data, and Journalism"

Antragsteller: Anil Özdemir

Das Center for Research in Sports Administration (CRSA) veranstaltet am Donnerstag, 25. Oktober 2018, eine Konferenz zum Thema "Sport, Daten und Journalismus". Die Konferenz bietet eine Plattform für Experten aus Forschung, Medien und Industrie, um die Auswirkungen der Digitalisierung zu diskutieren, indem sie sich auf die Datenwissenschaft im Sport konzentriert und damit ihre Rolle in der Sportforschung entmystifiziert. Mehr...

Die DSI unterstützt diese Konferenz gemeinsam mit anderen Partnern finanziell. 

Online Veröffentlichung des Zurich Tangram Corpus

Antragsteller: Prof. Dr. Elisabeth Stark, PD Dr. Wolfgang Kesselheim, Dr. Tanja Samardzic

Das Zurich Tangram Corpus besteht aus über 30 Stunden Audio- und Videoaufnahmen von Face-to-Face-Interaktion (in Schweizer Standarddeutsch) im Rahmen eines psycholinguistischen Experiments (in Anlehnung an das klassische Experiment von Clark & Wilkes-Gibbs 1986). Das Korpus, das von Yshai Kalmanovitch im Rahmen seiner Dissertation erstellt wurde, erlaubt die Erforschung von Prozessen der verbalen und non-verbalen Akkommodation, sowohl innerhalb von einzelnen Gesprächen als auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Dadurch eröffnet sich eine grosse Spannbreite von Untersuchungsmöglichkeiten, die von phonetischen Fragestellungen zur lautlichen Akkommodation bis zu Akkommodationserscheinungen in Gestik, Mimik und Blicken reichen. Ziel des Projekts ist die Veröffentlichung der transkribierten Audio- und Video-Daten in einem Format (Webinterface), das sowohl Abfragen als auch eine live-Editierung ermöglicht. Ergebnis dieses Lighthouse-Projekts ist nicht nur ein breit nutzbares, öffentlich zugängliches audiovisuelles Korpus, sondern auch eine best practice-Dokumentation, in dem Konzepte für den Aufbau einer zentralen linguistischen Forschungsinfrastruktur an der Universität Zürich konkretisiert werden.

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit dem Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik (ZüKL) und dem UFSP Sprache und Raum (UFSP SpuR).

Fortschritte in der Messung von dynamischen psychologischen Prozessen im Alltag

Antragssteller: Prof. Dr. Mathias Allemand und nationale/international Kooperationspartner

Wir sind eine interdisziplinäre und internationale Forschungsgruppe von Informatikern und Psychologen, die sich für die Messung von psychologischen Prozessen im Alltag mit Hilfe von digitalen Technologien interessiert. Neueste technologische Fortschritte (z.B. mobile Technologien, tragbare Sensortechnologie) im Bereich der Informatik und die zunehmende Popularität tragbarer technologischer Geräte im täglichen Leben (z.B. Smartphones, Smartwatches) schaffen neue und interessante Möglichkeiten für die Messung von verschiedenen psychologischen Prozessen und der Auswirkungen im täglichen Leben (z.B. gesundheitsbezogene Auswirkungen, affektives und soziales Erleben, Wohlbefinden und Zufriedenheit, Persönlichkeitsmanifestationen/-expression). Ziel dieser Forschungsinitiative ist es, die Erfassung dynamischer psychologischer Prozesse im Alltag mit digitalen Technologien voranzutreiben. Zu diesem Zweck werden wir bei Forschungstreffen und an einem Workshop, Forschende aus verschiedene Disziplinen zusammenbringen, um innovative technologiebasierte Modelle und „Werkzeuge“ zur Erfassung von dynamischen psychologischen Prozessen, künftige Ziele und kooperative Forschungsinitiativen zu diskutieren.  

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit anderen Partnern finanziell. 

Verantwortungsvolle humanitäre Innovation: Chancen und Herausforderungen für die Integration ethischer Werte in den humanitären Einsatz von Drohnen

Antragstellerin: Prof. Dr. Nikola Biller-Andorno

In dem Versuch, über die Digitalisierung einer sich rasch verändernden gesellschaftlichen Realität nachzudenken, wollen wir ein Forschungsthema zur Rolle der Digitalisierung in der humanitären Aktion entwickeln. Humanitäre Organisationen setzen zunehmend innovative Technologien ein, um auf die Bedürfnisse von Gemeinschaften zu reagieren, die von Kriegen, Katastrophen oder Notfällen im öffentlichen Gesundheitswesen betroffen sind. Technologische Innovation überschneidet sich jedoch mit moralischen Werten, Normen und Verpflichtungen und kann humanitäre Imperative herausfordern. Daher ist eine Analyse ethischer Fragen im Zusammenhang mit humanitären Innovationen dringend erforderlich, um zu verstehen, was auf dem Spiel steht und wie man am besten vorankommt.

Anhand von Drohnen als Beispiel für humanitäre Innovationen wollen wir drei Fragen beantworten: Erstens, was ist über das Zusammenspiel von technologischer Innovation und ethischen Werten, Normen und Verpflichtungen beim humanitären Einsatz von Drohnen bekannt? Zweitens, wie sollten die gemeinsamen oder unterschiedlichen Werte der humanitären Akteure interpretiert und bei der Entwicklung und dem Einsatz von Drohnen berücksichtigt werden? Drittens: Welche Politik und Beratungsinstrumente können die Integration ethischer Werte in humanitäre Innovationen am besten steuern? 

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit dem Graduate Campus und dem IBME.

APARIUZ-Schriftenreihe Band XX – «Digitalisierung und Recht»

Antragstellerinnen: Dr. iur. Alexandra Dal Molin, Dr. iur. Anne Schneuwly, MLaw Jasna Stojanovic

Seit der im Jahr 1999 erfolgten Begründung der Schriftenreihe APARIUZ (Analysen und Perspektiven von Assistierenden des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich) legt der rechtswissenschaftliche Nachwuchs der Universität Zürich jedes Jahr einen Sammelband mit Beiträgen zu grundlegenden juristischen Fragestellungen vor. Diese Tradition wird auch im kommenden Jahr weitergeführt und im Frühsommer 2019 wird der 20. (Jubiläums-) Band der Reihe mit dem Titel “Digitalisierung und Recht”im DIKE-Verlag erscheinen.

Unter diesem hochaktuellen Leitthema soll das Zusammenspiel zwischen der rasant fortschreitenden Digitalisierung und unserem Rechtssystem untersucht werden: Kann unser Rechtssystem mit der Digitalisierung Schritthalten oder drängen sich Anpassungen auf? Welche Verantwortung trägt dabei der Staat? Wie verändert die Digitalisierung unser Recht? Welchen Einfluss hat das Recht auf den digitalen Fortschritt? Macht Digitalisierung unser Rechtssystem überflüssig? Mögliche Antworten auf diese Fragen sollen in den einzelnen Beiträgen der Autorinnen und Autoren gesucht und gefunden werden. Dabei arbeiten die Autorinnen und Autoren auch interdisziplinär mit Assistierenden und Doktorierenden der ETH zusammen, um innovative Ideen an der Schnittstelle von Rechtswissenschaft und Technik voranzutreiben.

Die APARIUZ-Schriftenreihe bietet dem rechtswissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Zürich eine erste Gelegenheit, selbständig einen wissenschaftlichen Beitrag in einem Sammelband zu publizieren. Während der Buchvernissage – die nach Drucklegung des Sammelbandes stattfinden wird – erhalten die Autorinnen und Autoren zudem die Möglichkeit, wertvolle Kontakte mit Professorinnen und Professoren, den Sponsorinnen und Sponsoren des Projekts sowie Praktikerinnen und Praktikern zu knüpfen. Zielgruppen des Sammelbandes sind Akademikerinnen und Akademiker, Praktikerinnen und Praktiker, Verwaltungsmitarbeitende sowie Studierende im Bereich der Rechtswissenschaften. 

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit weiteren Sponsoren.

Ein integratives Datenmanagement-Portal für längsschnittliche Entwicklungsdaten im Humanbereich: Ein innovativer Beitrag zur Forschungsinfrastruktur an der Universität Zürich

Antragstellerinnen: Dr. Franz Liem, Prof. Dr. Mike Martin, Dr. Susan Mérillat, Dr. Christina Röcke

Die Art und Weise, wie wissenschaftliche Forschung in den Sozialwissenschaften praktiziert wird, hat sich mit dem wachsenden Einfluss von Digitalisierung und Technologie grundlegend verändert. Zusammen mit den strengen gesetzlichen Vorgaben an Datenschutz und Datensicherheit ergeben sich hohe Anforderungen an den Umgang mit Forschungsdaten. Ein gutes Datenmanagement erleichtert den nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten während ihres gesamten Lebenszyklus. Wenn Datensätze gut organisiert, dokumentiert und zugänglich sind, kann der Forschungs-Output gesteigert werden. Dies ist vor allem auch im Kontext der momentanen Entwicklung in Richtung „Open Science“ relevant.

Während man sich der Bedeutung von gutem Daten-Management bewusst ist, befindet sich die Umsetzung auf der Ebene der Forschungseinrichtungen noch in einer sehr frühen Phase. Der Bedarf nach Entwicklung von Infrastruktur, Dienstleistungen und anderen Ressourcen zur Unterstützung der Forschenden in ihrem täglichen Umgang mit Daten ist daher nach wie vor sehr hoch. Im Forschungsfeld der menschlichen Entwicklung ist der nachhaltige Umgang mit Forschungsdaten von besonderer Relevanz, da die Erhebung längsschnittlicher Datensätze, welche für die Analyse von Entwicklungsverläufen benötigt werden, sehr zeit- und kostenintensiv ist. Die resultierenden Datensätze sind daher sehr wertvoll und es ist anzustreben, ihre Verwendung zur Beantwortung möglichst vieler Fragestellungen sicherzustellen.

Das primäre Ziel des aktuellen Projekts besteht darin, ein umfassendes Konzept für ein Datenmanagement-Portal zu entwickeln, welches der Universität Zürich als innovative Infrastruktur dienen kann. Die Hauptinnovation des Portals besteht darin, dass eine moderne Lösung zur Datenspeicherung in einen größeren Rahmen von Dienstleistungen (z.B. Bildung, Beratung, usw.), Technologien und Outreach-Funktionen eingebettet ist, welche die Nutzung der im Portal gespeicherten Daten optimieren.

Neben der Zusammenführung bestehender Technologien und Dienstleistungen, umfasst dies auch die Entwicklung  zusätzlicher, neuer Funktionen sowie deren Testung auf Umsetzbarkeit. Hierzu zählen z.B. die Integration individueller Daten über verschiedene Studien hinweg, automatisierte Analysewerkzeuge für Aktivitätsdaten mit hoher Aufzeichnungsdichte oder die professionelle Umsetzung des Stakeholder-Managements im Rahmen eines partizipativen Forschungsansatzes. Implementiert als sogenannter "One-Stop-Shop" wird das Datenmanagement-Portal als Netzwerk von Spezialisten geplant, die den Forschenden spezifische, qualitativ hochwertige Unterstützung anbieten und auf diesem Weg Ressourcen für die eigentliche Forschung freistellen.

Die DSI unterstützt dieses Projekt gemeinsam mit weiteren Sponsoren.

Glaubwürdigkeit von Verschwörungstheorien

Antragstellerin: Dr. Juliane A. Lischka

Verschwörungstheorien sind ein geläufiges Thema in Online-Diskursen, haben eine lange Online-Lebensdauer und sind nahezu global zugänglich. Der Glaube an Verschwörungstheorien ist oft mit Skepsis gegenüber gesellschaftlichen Eliten und Institutionen verknüpft. Verschwörungsinhalte werden als zum Nachdenken anregend bis zu unsinnig beurteilt. Dieses Projekt untersucht (a) User-Konzepte von Verschwörungstheorien, (b) Aspekte, die zu einer Glaubwürdigkeitseinschätzung führen und (c) einen handlungsleitenden Einfluss haben. Daten werden mittels Onlinebefragungen erhoben und mit sozialwissenschaftlichen Analysemethoden sowie Machine Learning analysiert.

Die DSI unterstützt dieses Projekt mit der Finanzierung der Datenerhebungskosten.

Reproducibility Day

Antragsteller: Prof. Dr. Leonhard Held, Dr. Eva Furrer

Das Center for Reproducible Science (CRS) an der Universität Zürich bietet in Zusammenarbeit mit dem DSI am 5. Februar 2019 allen Forschenden an der UZH den Reproducibility Day an. Der Tag widmet sich transparenten und nachvollziehbaren Forschungspraktiken. Forscher informieren sich über Fragen der Reproduzierbarkeit, informieren sich über Lösungen und Angebote am UZH. Sie sind herzlich eingeladen, in praxisnahen Workshops mit Experten von CRS den Einsatz moderner Softwaretools und Online-Angebote für die Vorregistrierung zu erproben.

Bestätigte externe Referenten sind:

  • Joachim Wagner, Chefredakteur von The International Journal for Re-Views in Empirical Economics, der ersten Zeitschrift zur Veröffentlichung von Replikationsstudien auf Basis mikroökonomischer Daten.
  • Nathalie Le Bot, Senior Editor bei Nature.

Dieser Workshop wird von der DSI unterstützt.

Digital History Lab

Antragsteller: Prof. Dr. Monika Dommann, Prof. Dr. Martin Dusinberre, Prof. Dr. Gesine Krüger

Das Digital History Lab (DHL) des Historischen Seminars befasst sich mit der zentralen Frage, wie aus einer gegenwärtigen Perspektive die Evolution und Veränderung digitaler Gesellschaften zu verstehen ist. Wir erforschen die Geschichte digitaler Datenproduktionen hinsichtlich ihrer kulturellen und epistemologischen Dimensionen, und untersuchen dabei gesellschaftliche Themen wie etwa Überwachung, Privatsphäre, geistiges Eigentum, Public Access und Citizen Science, aber auch Fragen des indigenen Wissens und des gesellschaftlichen Verständnisses von Wissenschaft. Ausgehend von bestehenden Expertisen am Historischen Seminar, insbesondere im Bereich der Medien- und Wissensgeschichte, des E-Learnings sowie der digitalen Präsentationen und Verbreitung historischer Sachverhalte (Plattformen, Ausstellungen, Visualisierungen, Datenbanken, etc.) wird das DHL ein Forum des Austauschs über «best practice» und dabei praktische sowie intellektuelle Unterstützung bei der Entwicklung künftiger Projekte leisten. Auf diese Weise wird das DHL ein Zentrum für Forschung, Lehre und ausseruniversitäres Engagement, das Praxis und Reflektion miteinander verbindet – ein Ort für Geschichte in einem digitalen Zeitalter.

Gemeinsam mit dem Historischen Seminar unterstützt die DSI das Digital History Lab.

 

 

Abgeschlossene Projekte:

Workshop "Philosophische Fragen zur KI-Governance und zum Recht"

Antragsteller: Prof. Dr. Christoph Graber

Ziel des Workshops vom 15./16. Februar 2018 war es, innovative Wege der interdisziplinären Forschung zu erforschen, um das Verständnis der normativen Implikationen von Künstlicher Intelligenz (KI) zu verbessern. 
Der Workshop gliederte sich in zwei Fallstudien. Die Fallstudien zeigten verschiedene Aspekte und Bedenken auf, die in der öffentlichen Diskussion über KI aufgeworfen wurden, wie Diskriminierung, Datenerhebung, Überwachung und das kommerzielle Potenzial der Technologie. Durch die Analyse von zwei Fällen gelang es den Forschern mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund, eine gemeinsame Basis zu finden und erfolgreich die Grundlage für zukünftige Diskussionen in der Forschung zu legen sowie Governance-Fragen zu identifizieren. UZH News und Mehr...

Der Workshop wurde vom Lehrstuhl für Rechtssoziologie mit besonderer Berücksichtigung des Medienrechts (Prof. Christoph B. Graber) an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der UZH in Kooperation mit dem Berkman Klein Center for Internet and Society der Harvard University organisiert. Der Workshop wurde von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der DSI finanziell unterstützt.

Brainhack Zürich 2018

Antragsteller: Dr. Franziskus Liem

Ziel des Brainhack war es, die neurowissenschaftliche Gemeinschaft zu vernetzen und einen Einstieg in Open Science Ideen und Tools zu geben um neurowissenschaftliche Studien in Zukunft reproduzierbarer zu gestalten. Neben dem organisierten Programm, das aus einer Mischung aus Tutorials zu Tools wie Git, GitHub, Docker, Analyse von DWI Daten und Vorträgen zu Themen wie transparenter und reliabler Wissenschaft, neuronalen Netzwerken und mobiler Datenerfassung bestand, wurde ein wichtiger Teil des Workshops  von den TeilnehmerInnen selbst organisiert. In spontan entstandenen Gruppen wurden Themen wie beispielsweise Datenorganisation oder Analyse von längsschnittlichen Daten diskutiert. Dieses Format erlaubte einen regen Austausch zwischen TeilnehmerInnen mit unterschiedlichem Hintergrund und Expertise und trug zu einer offen und inspirierenden Atmosphäre bei. Mehr...

Gemeinsam mit dem UFSP "Dynamik Gesunden Alterns" unterstützte die DSI diesen Hackathon.

Workshop "Cybersecurity, Industry and Ethics"

Antragstellerin: MLaw Salome Stevens

Dank einer Ko-Finanzierung der DSI konnte die Antragstellerin am Workshop „Cybersecurity, Industry and Ethics“ in Helsinki teilnehmen. Die Teilnahme diente der Recherche für einen Buchbeitrag mit dem Titel „Ethical Cyber-Defence for Companies“, der u.a. von den DSI Fellows PD Dr. Markus Christen und Dr. Michele Loi herausgegeben wird. Der Workshop war für das Buchprojekt der Antragstellerin in verschiedener Weise hilfreich. Die Vorträge der Referenten verliehen einen guten Überblick der ethischen Problemstellungen mit denen sich Cybersecurity-Akteure derzeit konfrontiert sehen. Insbesondere wurden auch Fragestellungen in Bezug auf  Ethical Cyber-Defence for Companiesdiskutiert, die konkrete Anhaltspunkte für die Recherchen zum Buchkapitel liefern. Zudem konnte die Antragstellerin mit der Workshop-Teilnahme ihr Verständnis für die technischen Aspekte von Cyberangriffen erweitern.  Nicht zuletzt ermöglichte die Teilnahme am Workshop, Kontakte mit Cybersecurity Akteuren und Fachkundigen aus der Forschung aufzubauen, auf die sie sich im Verlauf der Recherchen beziehen kann.   

Gemeinsam mit dem Projekt CANVAS unterstützte die DSI das Vorhaben.

Konsortium für H2020 Projektantrag CHAnGE (Crowd Health Alignment and Greater Engagement)

Antragsteller: Dr. med. vet. Simon Rüegg

Vom 7. bis 10. August 2018 veranstaltete Simon Rüegg von der Sektion Epidemiologie der Vetsuisse-Fakultät einen Workshop, um Wege zu diskutieren, wie One Health aus der Perspektive partizipativer Governance behandelt werden kann. One Health (OH) ist so konzipiert, dass Entscheidungen über die Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystem sektor- und fachübergreifend unter Verwendung der Systemtheorie und partizipativer Prozesse integriert werden. Während des Workshops hielten die Teilnehmer Vorträge und Übungen zur Personal Construct Psychology (PCP), während sie parallel dazu die Möglichkeiten und Herausforderungen des Aufbaus eines digitalen Tools zur Erleichterung des Systemdenkens und der Bürgerbeteiligung an One Health Governance untersuchten. Eine Reihe von Zeichenworkshops, Weltcafés und Mind-mapping-Sitzungen wurden für die Realisierung des Projekts verwendet. Die Kernidee war die Entwicklung eines Smartphone-fähigen Tools, um Wertesysteme hervorzurufen, die mit den verschiedenen Aspekten der OH verbunden sind, die sich auf PCP stützen. Das Konsortium beschloss, mit einem Projekt, das aus fünf Arbeitspaketen besteht, einen ERC Synergy Grant anzustreben, aber auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Fragmente des Projekts zu prüfen. Die Arbeitspakete waren: ein Paket für transdisziplinäres Prozessmanagement, ein Paket für die qualitative Datenerhebung und ein tiefes Verständnis der Wertelandschaft, in der sich OH befindet, die Entwicklung eines Prototyps der zu testenden App in Wächterpopulationen, der Roll-out der endgültigen App mit Optionen für das Engagement der Benutzer und Wege von Werten zu Maßnahmen zur Gesundheitsverbesserung und schließlich ein Paket, das die App für Interessenvertreter auf verschiedenen Ebenen der OH-Governance zwischen internationalen Organisationen und lokalen Nutzern empfiehlt und anpasst. Das Projekt trägt den Titel Crowd Health Alignment and Greater Engagement (CHANGE) und umfasst derzeit elf Wissenschaftler aus den Bereichen Public Health, Animal Health, Food Systems, Sustainability Science, Health Diplomatie, Psychologie, Computer Science und Economics. Es war interessant zu sehen, dass alle über professionelle Trajektorien verfügen, die sowohl quantitative als auch qualitative Ansätze beinhalten und im interdisziplinären Gespräch außergewöhnlich agil sind. Der Projektplan wird nun detaillierter entwickelt und innerhalb des nächsten Jahres zur Förderung eingereicht.

Weitere Informationen: https://www.vetepi.uzh.ch/en/research/CHAnGE.html

Gemeinsam mit der Vetsuisse unterstützt die DSI dieses Vorhaben.

Workshop "Digital Health and Shared Decision-Making"

Antragstellerin: Dr. Corine Mouton Dorey

Der Workshop war eine eintägige multidisziplinäre Veranstaltung, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf gemeinsame Entscheidungen im Gesundheitswesen beschäftigte. Da die digitale Gesundheit eine wichtige Herausforderung in einer digitalen Gesellschaft ist, hatten wir viel mehr Bewerbungen als die mit dem Graduiertencampus-Stipendium geplanten 20. Dank der DSI-Unterstützung konnten wir die Teilnehmerzahl auf bis zu 30 erhöhen. 
Das interaktive Format des Workshops wurde sehr geschätzt. Die wichtigsten "Key Success Factors" (KSF) lassen sich in 3 Hauptpunkten zusammenfassen: Zuerst hatten wir talentierte Redner, die ihre Expertise einbringen konnten:  Gemeinsame Entscheidungsfindung und Autonomie (Prof. Schumacher, Uni Freiburg). Theorie der Sozialsysteme und digitale Medien (Prof. Vogd, Witten, Deutschland). Digitale Gesundheit (PD Dr. Christen, UZH). Sie haben tagsüber sehr großzügig zusammengearbeitet und an den Untergruppenarbeiten teilgenommen. Dies gab Doktoranden und Postdocs die Möglichkeit, eine fruchtbare Diskussion über ihr Forschungsthema zu entwickeln. Die zweite KSF war die Vielfalt der Menschen: IT-Experten der UZH oder ETHZ, der biomedizinischen Ethik oder der narrativen Literatur. Das machte alle Diskussionen sehr reichhaltig. Interessanterweise suchten IT-Experten nach ethischeren Perspektiven, und die anderen Nicht-IT-Experten nach mehr Wissen über Algorithmen. Die dritte KSF war die Arbeit in drei Untergruppen rund um die Frage: Entwicklung eines digitalen Tools zur Verbesserung der gemeinsamen Entscheidungsfindung im Gesundheitswesen. Das strategische Denken ist unterschiedlich und stammt aus den Bereichen Philosophie, Medizin oder IT. Jedes Team entwickelte jedoch ähnliche Ansätze, die die hohe Erwartung an einen positiven digitalen Einfluss auf die Beziehungen zwischen Patient und Arzt zeigten. Im Anschluss an die Veranstaltung beschloss eine Untergruppe, weiterhin gemeinsam an dem digitalen Werkzeug zu arbeiten, mit dessen Entwicklung sie begonnen hatte. Einige der Teilnehmer arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Positionspapier über digitale Gesundheit und gemeinsame Entscheidungen. Ein Folgegespräch ist vor Weihnachten geplant.

Die DSI unterstützte diesen Workshop gemeinsam mit dem Graduate Campus.

Konferenz der "International Humanitarian Studies Association"

Antragstellerin: Ning Wang

Mit grosszügiger Unterstützung der DSI im Mai 2018 konnte im Juli 2018 ein neues Forschungsprojekt "Value-Sensitive Humanitarian Innovation - Integrating Ethical Values in the Humanitarian Use of Drones", das vom Institut für Biomedizinische Ethik und Geschichte der Medizin (IBME) durchgeführt wird, erfolgreich Forschungsgelder des Swiss Network for International Studies (SNIS) einwerben. Im August 2018 vertrat die leitende Forscherin des SNIS-Projekts, Ning Wang, mit anhaltender Unterstützung des DSI und des IBME, das Forschungsteam bei der Weltkonferenz für Humanitäre Studien in Den Haag, Niederlande.

Diese Konferenz wird von der International Humanitarian Studies Association (IHSA) alle zwei Jahre organisiert. Sie ist eine weltweit renommierte Konferenz im humanitären Sektor, die eine Plattform für die verschiedenen Disziplinen bietet, die sich mit humanitären Studien über humanitäre Krisen infolge von Naturkatastrophen, Konflikten oder politischer Instabilität befassen, und einen Ort bietet, an dem sich wissenschaftliche Gemeinschaften treffen und Dialoge mit politischen Akteuren sowie Hilfs- und Hilfsorganisationen führen können. Einer der thematischen Schwerpunkte des Jahres 2018 war "The Impact of Technology and Innovation in Coping with, Responding to, and Transforming Crises", bei dem ein Panel zu "The Ethics and Technology in Humanitarian Settings" unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Matthew Hunt, dem Co-PI des SNIS-Projekts, an der McGill University, Kanada, stattfand.

Während der Konferenz hat das SNIS-Team erfolgreich eine Reihe neuer und strategischer Partnerschaften aufgebaut, von denen viele bald als erweiterte Projektpartner dem SNIS-Projekt beitreten werden. Zu diesen neuartigen Partnerschaften gehören nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei humanitären Studien an vorderster Front stehen, sondern auch Förderorganisationen und politische Think-Tanks, die in verschiedenen Phasen des SNIS-Projekts eine entscheidende Rolle spielen werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Teilnahme des SNIS-Teams an der IHSA-Konferenz als fruchtbar und effektiv erwiesen hat.

Die DSI unterstützte die Antragstellerin zusammen mit dem Insitut für Biomedizinische Ethik und Geschichte der Medizin.