Brown Bag Lunches FS18

Wir freuen uns, auch in 2018 wieder unsere Brown Bag Lunches durchzuführen. Die Brown Bag Lunches finden jeweils Mittwochs zu folgenden Daten statt: 

07. März, 21. März, 11. April, 16. Mai und 23. Mai 2018

 

Alle interessierten UZH Angehörigen sind herzlich zu den Brown Bag Lunches eingeladen. Zur besseren Organisation würden wir uns über eine Anmeldung via Email freuen. Für die angemeldeten Teilnehmer stellen wir den Lunch zur Verfügung.

 

Vergangene Brown Bag Lunch-Veranstaltungen

 

07. März 2018, 12:15 – 13:15 Uhr, KO2-F-156

Prof. Dr. Martin Volk: "Neuronale Maschinelle Übersetzung - Eine Revolution und ihre Folgen"

In den letzten beiden Jahren gab es grosse Verbesserungen in der automatischen Übersetzung. Die neuronale maschinelle Übersetzung basiert auf Computerprogrammen, die ähnlich arbeiten, wie die Neuronen in unseren Köpfen. Die künstlichen neuronalen Netze liefern natürlich klingende Übersetzungen zwischen Englisch, Deutsch, Französisch und vielen anderen Sprachen. Aber was bedeutet es für unser Bildungssystem und für unsere Kultur, wenn Computer in Sekundenschnelle unsere Sprachen übersetzen können? In diesem Vortrag erläutern wir die Funktionsweise von modernen maschinellen Übersetzungssystemen. Anhand von Beispielen zeigen wir die Leistungen und Grenzen dieser Systeme sowie deren mögliche Auswirkungen.

 

21. März 2018, 12:15 – 13:15 Uhr, RAA-E-08

M.Sc. Nina Steinemann & PD Dr. Viktor von Wyl: "Das Schweizer Multiple-Sklerose-Register: Ein Pionierprojekt für die digitale Citizen Science"

Das Schweizer MS-Register ist eine längsschnittlich angelegte, digitale Forschungsstudie zur Multiplen Sklerose, die sich auf Aspekte des täglichen Lebens, der Bewältigung, der Arbeit, der MS-Behandlung, der Lebensqualität und viele andere Aspekte konzentriert. In dieser Präsentation werden wir über die Geschichte, den aktuellen Stand und die Forschungsprojekte sprechen, sowie über die gewonnenen Erkenntnisse, die für andere Projekte im Bereich der digitalen Bürgerforschung nützlich sein können.

 

11. April 2018, 12:15-13:15 Uhr, RAA-E-08

Dr. Curdin Derungs: "Sprache & Raum"

Die "Sprache und Raum"-Forschung hat eine deutliche Verschiebung hin zum Digitalen erfahren. Daten, die traditionell in arbeitsintensiver Feldarbeit oder durch empirische Experimente gesammelt wurden, sind nun global und digital (z.Bsp. WALS) verfügbar; gemessen mit digitalen Geräten (z.Bsp. eye-trackers, GPS); abgerufen durch Bürgerinitiativen (z.Bsp. din dialäktWhat's up Switzerland); oder extrahiert aus Daten, die aus der crowd-source stammen (z.B. Twitter, Webseiten). Wir möchten einige Beispiele aus unserer eigenen Forschung diskutieren und dabei die Chancen und Nachteile des digitalen Wandels in unserer Domäne beleuchten.

 

16. Mai 2018, 12:15-13:15 Uhr, RAA-E-08 (Englisch)

Dr. Michele Loi: "Faire und nicht-diskriminierende Algorithmen zur Vorhersage des Versicherungsrisikos"

Michele Loi analysiert drei verschiedene Konzepte algorithmischer Fairness und erläutert ihre Relevanz im Versicherungskontext. Er wird auch einen Rahmen für die Auswahl der relevanten Fairness-Begrifflichkeit und die moralisch korrekte Bewertung der Trade-offs vorlegen. Während das Ziel darin besteht, zu verstehen, wann und warum Risikovorhersagen mit großen Datenmengen im Versicherungskontext moralisch anstößig sein könnten, hat Michele Lois Forschung eine breitere Relevanz. Sie bietet, möglicherweise zum ersten Mal, eine Bewertung und Interpretation der in der Informatik verwendeten Definitionen von Fairness und Nichtdiskriminierung desiderata aus der Sicht der philosophischen Moraltheorie.

 

23. Mai 2018, 12:15-13:15 Uhr, RAA-E-08 (Deutsch)

Dr. Julian Mausbach: "Dynamische elektronische Einwilligung zu menschlicher Forschung - rechtmäßige Nutzung digitaler Technologien"

Das Konzept der dynamischen elektronischen Einwilligung bietet eine bidirektionale Kommunikationsschnittstelle, die es den Forschern ermöglicht, die Teilnehmer regelmäßig über die Verwendung ihrer Daten, frühe Ergebnisse usw. zu informieren. Bessere Teilnehmerrekrutierung, Teilnehmerbindung und Einwilligungsmanagement sind Gewinne, die man von der Nutzung einer solchen Schnittstelle erwarten kann. Dennoch und vielleicht auch wegen der Unsicherheit über das Gesetz ist es in der Schweizer Humanforschung noch nicht umgesetzt worden. Es muss geklärt werden, inwieweit eine solche Schnittstelle nach schweizerischem Recht zulässig ist.